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Das Freiwillige Umweltjahr (FUJ)

Die Kompetenzstelle als FUJ-Einsatzstelle

von Jakob Gibitz

Seit 2020 agiert die Kompetenzstelle für Klimaneutralität als Einsatzstelle im Rahmen des Freiwilligen Umweltjahres (FUJ). So hatten wir dank dem FUJ mehrmals das Glück, eine neue, begeisterte und eifrige Person für einige Monate in unseren Kreis aufzunehmen. Die Zusammenarbeit mit unseren bisherigen FUJ-Praktikant*innen war sogar so gut, dass sich alle drei dazu entschieden haben, nach ihrem FUJ als studentische Mitarbeiter*innen im Team zu bleiben. Welche Erfahrungen sie mit dem FUJ gemacht haben, wollte unser aktueller FUJ-Praktikant Jakob Gibitz herausfinden und hat daher mit den dreien gesprochen.


Jakob Gibitz: Willkommen! Bitte stellt euch kurz vor und lasst uns wissen, wann ihr euer FUJ an der Kompetenzstelle gemacht habt.

Vivienne Pirker: Ich heiße Vivi und habe mein FUJ von Oktober 2020 bis Juni 2021 gemacht.

Sigrid Karl: Ich bin Sigrid und mein FUJ war 2021/22, auch von Herbst bis Sommer.

Maximilian Auer: Mein Name ist Maxi und ich habe mein FUJ von September 2022 bis Juni 2023 gemacht.

Perfekt, fangen wir an. Warum habt ihr euch für das FUJ und die Kompetenzstelle entschieden?

Vivi: Ich wollte nicht direkt nach der Schule zu studieren beginnen, also hab ich begonnen, nach Alternativen zu suchen. Ich bin dann auf das FUJ gestoßen und die Kompetenzstelle hat direkt sehr interessant geklungen. Im Bewerbungsgespräch hat‘s dann einfach gepasst.

Sigrid: Ich war schon am Ende meines Bachelors, also das war jetzt nicht der typische Zeitpunkt ein freiwilliges Umweltjahr zu machen. Da mir aber nicht mehr viel fehlte vor dem Abschluss des Studiums und ich noch mehr praktische Erfahrung sammeln wollte, habe ich mich für das FUJ entschieden. Die Stellen an der BOKU waren spannend für mich, wegen der Thematik und der Nähe zur Wissenschaft. Deshalb habe ich mich dort beworben und zum Glück hat´s geklappt!

Maxi: Ich wollte meine Zivildienst-Zeit mit etwas Coolem und wissenschaftlich Herausforderndem verbringen und bin dann aufs FUJ gestoßen. In meinem Bewerbungsgespräch hat es einfach geklickt.

Und mit welchem Aufgabenbereich habt ihr die meiste Zeit in eurem FUJ verbracht?

Vivi: Meine FUJ-Zeit habe ich vor allem mit dem Projekt making A change [Projekt, das sich mit der Treibhausgasbilanzierung von Schulen beschäftigt hat] verbracht. Dort konnte ich sehr viel Verantwortung übernehmen; ich habe es organisiert und auch die zugehörigen Workshops veranstaltet.

Sigrid: Im ersten Semester meines FUJ war es vor allem Öffentlichkeitsarbeit und Support: Ich habe die Website betreut, Kund*innen beraten und so weiter. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs hat dann unser Projekt mit den Bundesmuseen [Bilanzierung der Treibhausgasemissionen der acht Bundesmuseen] begonnen. Da konnte ich mich auch mal in ein größeres Projekt vertiefen.

Maxi: Ich glaub das wird bei mir auch der Support gewesen sein. Ich schätz mal, dass ich circa ein Drittel meines FUJ damit verbracht habe.

Was hat euch am meisten gefallen?

Vivi: Es war für mich besonders toll, dass es nicht nur der typische Praktikantenjob mit Kaffee kochen und Kopieren war. Und wenn es dann vielleicht auch mal eine Sache gab, die ich gerne machen wollte, aber nicht ganz konnte, hieß es nicht „Das ist nicht in deinem Aufgabenbereich, das geht so nicht“, sondern „Ok cool, schreib mir wenn du Hilfe brauchst“. So Initiative ergreifen zu können, war super.

Sigrid: Die zeitliche und örtliche Flexibilität bei der Arbeit war für mich sehr hilfreich. Viel Spaß gemacht haben mir immer die Team-Klausuren und das Herumbasteln am Excel-Tool zur Treibhausgasbilanzierung der Bundesmuseen.

Maxi: Es war keine Woche gleich. Mal hat man geschrieben, dann hat man recherchiert, dann programmiert, hat für Meetings das Protokoll geschrieben und dann das Medienprojekt gemacht. Die Abwechslung war für mich echt angenehm.

Was waren eure Medienprojekte im Rahmen des FUJ-Programms und wie ging es euch dabei?

Vivi: Wir hatten tatsächlich 2020/2021 noch kein Medienprojekt im heutigen Sinn, sondern ein freies Projekt mit anderen Leuten aus unserem FUJ-Jahrgang. Ich habe mich da mit zwei Freundinnen zusammengetan und auf Instagram das Konto @climeetpoint erstellt. Dort haben wir dann Informatives zum Klimawandel und Klimaschutz gepostet.

Sigrid: Mein Medienprojekt war nicht allzu aufwändig: Mir ist aufgefallen, dass wir auf unserer Website gar keine Fotos von uns haben, also habe ich meine Kamera genommen, meine Kolleg*innen zusammengetrommelt und dieses Problem direkt gelöst.

Maxi: Also ich habe es beim Medienprojekt etwas übertrieben (lacht). Ich hab als Filmemacher aus Leidenschaft einen Kurzfilm gedreht, in dem der Kampf gegen den Klimawandel als Untergrundkampf dargestellt wird. Im Endeffekt habe ich glaub ich an die 140 Stunden in mein Medienprojekt gesteckt, hab aber jetzt etwas, auf das ich wirklich stolz sein kann. Sarah und Joachim, die unser Team leiten, haben mir außerdem extrem viel kreative Freiheit gegeben und dieser Monat, in dem ich fast ohne Einschränkungen Regisseur sein durfte, war eine extrem coole Erfahrung.

Wie findet ihr das Arbeitsumfeld?

Vivi: Die flachen Hierarchien beim gW/N [Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit] sind extrem angenehm. Man kann sich wirklich einbringen und auch viele Rückfragen stellen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass deswegen irgendjemand angefressen sein wird. Außerdem sind generell alle sympathisch und ich arbeite gerne hier!

Sigrid: Das Team an der Kompetenzstelle für Klimaneutralität und überhaupt das ganze Zentrum sind sehr cool. Die „Klimaszene“ in Österreich ist doch relativ klein, und hier ist man schon an einer wichtigen Schnittstelle. Es war super, so viele Leute in diesem Feld kennenzulernen. Als BOKU-Studentin war außerdem der Standort natürlich ein großer Vorteil, auch wenn ich wegen Corona oft im Homeoffice war.

Maxi: Ich kann mich da eigentlich nur anschließen, ich finde es funktioniert richtig gut in so einem jungen Team mit motivierten Menschen. Wir nehmen die Arbeit zwar sehr ernst, aber wir haben immer unseren Spaß dabei. Ein Supermarkt in der Nähe ist das einzige, was noch fehlt (lacht).

Was habt ihr aus dem FUJ mitgenommen und für wen passt diese Stelle?

Vivi: Ich habe einen tollen Einblick in die Arbeitswelt gewinnen können und hab auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Generell hat sich durch die „Augenhöhe“ mit dem Rest des Teams mein Selbstbewusstsein wirklich verbessert.

Diese FUJ-Stelle ist für Personen, die starkes Interesse haben und bereit sind zu lernen, und auch tatsächlich etwas tun wollen. Also nichts für Zeitschinder, die einfach 10 Monate totschlagen wollen.

Sigrid: Ich schließ mich dir da an, viel hab ich da nicht hinzuzufügen.

Maxi: Absolut, ich kann das auch so unterschreiben. Außerdem haben wir alle drei eine Stelle als studentische Mitarbeiter*innen mitgenommen!


Du bist mindestens 18 Jahre alt und klimaschutzbegeistert? Die Kompetenzstelle für Klimaneutralität klingt wie ein Ort, der zu dir passt? Dann bewirb dich ab November 2024 mit diesem Link für die Stelle. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Dieses Medienprojekt wurde von der Kompetenzstelle für Klimaneutralität und Jakob Gibitz  im Rahmen des FUJ-Lehrgangs (www.fuj.at) gemeinsam umgesetzt.. Das Projekt entstand im Zeitraum im Zeitraum Jänner-Februar 2024 und das Interview fand am 20.02.2024 statt. Die Inhalte des Gesprächs wurden gekürzt.

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