BOKU Klimaschutzprojekte

60 Hektar Brachland wachsen zu einem Niederwald heran

Als Nachfolger des bereits erfolgreich abgeschlossenen Klimaschutzprojektes „Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung in Nord-Gondar / Äthiopien“ wurde eine weitere Fläche zur Aufforstung freigegeben. Durch nachhaltiges Management des Weidelandes und sogenannte Auszäunungsgebiete werden 60 Hektar gezielt vor Beweidung geschützt und können so zu einem Niederwald heranwachsen.

Lokale Bevölkerung und Wirtschaft sowie Biodiversität profitieren

Wie die zahlreichen Veröffentlichungen zum Vorgängerprojekt zeigen, werden neben der CO2-Reduktion von mindestens 11.000 Tonnen noch weitere Ziele verfolgt: (1) die Stärkung lokaler Ökonomien durch die Verfügbarkeit von Holz, Viehfutter und zusätzlichem Einkommen aus „Non Timber Forest Products“, wie Honig, Samen, Harzen etc. (2) die natürliche Verjüngung regional angepasster Bäume und (3) die Steigerung der Biodiversität sowie des Wasser- und Bodenschutzes.

Selbstbestimmung der Dorfgemeinschaft und Baumschulprogramm garantieren langfristigen Erfolg

Die Dorfgemeinschaften verwalten das kollektive Waldgebiet nicht nur zusammen, sondern legen über einen partizipativen Prozess gemeinsame Regeln für die Betreuung der neuen Flächen fest. Des Weiteren soll ein Baumschulprogramm für Setzlinge einheimischer Arten etabliert werden. Das lokale generierte Wissen soll in einer nächsten Stufe in ein „Farmer to Farmer Training“ übergehen und dazu beitragen, weitere Standorte für Auszäunungsgebiete in der Region zu entwickeln. Das lokale generierte Wissen soll in einem nächsten Schritt in einem „Farmer-to-Farmer-Training“ weitergegeben und für die Aufforstung weiterer Gebiete in der Region genutzt werden.

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Aufforstung und Regeneration lokaler Wälder in Nord-Gondar / Äthiopien

EMISSIONSREDUKTION11.200 t CO2-eq in 30 Jahren

PROJEKTDAUERStart 2018, Begleitung über 30 Jahre

PROJEKTKOSTEN218.000 €

KOSTEN PRO TONNE CO219,5 €

SITUATION OHNE PROJEKTEntwaldung und Überweidung

ZIELÜberführung von 60 ha Brachflächen in ungleichaltrigen, stabilen Niederwald und partizipatives Management der Weide- und Waldflächen