AG Klimaneutral

Das Wissensnetzwerk besteht derzeit aus 6 Partnerorganisationen. Gemeinsam erarbeiten wir im Rahmen einer CCCA-Arbeitsgruppe Richtlinien und Standards zur Klimaneutralität von Betrieben und Organisationen in Österreich. Als Think Tank fördern wir den gesellschaftlichen und politischen Diskurs und helfen mit, die Weichen für eine klimagerechte Zukunft zu stellen.

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BOKU CO2-Bilanz

Seit 2013 erstellt das Kompetenzzentrum für Klimaneutralität die Treibhausgasbilanz der BOKU.
Diese Bilanzen sind ein wichtiges Kontroll- und Steuerungsinstrument und bilden die Grundlage für strategische Entscheidungen und Zielsetzungen im Nachhaltigkeitskontext.

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ClimCalc

Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der TU Graz hat die BOKU das CO2 Bilanzierungs-Tool „ClimCalc“ entwickelt. Ein benutzerfreundliches Tool zur Emissionsbilanzierung. Dieses open-source Tool hilft Schüler:innen, Studierenden und Organisationen aller Art dabei ihre Emissionen zu berechnen und ihren Fußabdruck zu verringern.

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making A Change

„Making A Change“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Schule. In Zusammenarbeit mit dem CCCA (Climate Change Centre Austria) und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt die BOKU Schüler:innen in ganz Österreich dabei, eine Bilanz für ihre Schule zu erstellen. Darüber hinaus werden mögliche Klimaneutralitätsstrategien entwickelt.

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Waldschutz im kolumbianischen Regenwald / Dorada

Walderhaltung und Artenschutz durch Naturschutzverträge und Landkauf

Im  Zentrum Kolumbiens, Nähe Dorada, befindet sich das Gebiet dieses REDD+ Naturschutzprojekts. Um den Wald, die Tierwelt und Pflanzen zu schützen wird im Rahmen des Las Mercedes Projekts eine Fläche von 600 Hektar als Modell-Landwirtschaft entwickelt und in Kooperation mit lokalen Bäuerinnen und Bauern weitere 7.00 Hektar nachhaltig bewirtschaftet. Die nachhaltige Bewirtschaftung führt v.a. über die Einführung eines Agro-Forst System durch Wasserbüffel, auf lange Sicht zu höheren Erträgen und damit zum Schutz des Waldes vor Rodung. Darüberhinaus wird der Wald im Rahmen des Projekts zu Forschungs- und Kunstzwecken verwendet. Dies dient der nachhaltigen Bewusstseinsbildung.  Pro Jahr werden auf diese Weise im Projekt Las Mercedes 12.000 Tonnen CO2 eingespeichert.

Waldschutz im kolumbianischen Regenwald (REDD+ Projekt)

EMISSIONSREDUKTION12.000 t CO2-Äquivalente jährlich über 12 Jahre, Einbehaltung eines Risikopuffers von 35%.

PROJEKTDAUERStart 2020, Begleitung über 12 Jahre

PROJEKTKOSTEN1.250.000 €

KOSTEN PRO TONNE CO215,5 €

SITUATION OHNE PROJEKTAbholzung und Überweidung

ZIELSchutz eines 600ha Kerngebiets und 7.000ha angrenzender Flächen vor Abholzung. Überführung der Flächen in ein nachhaltiges Agro-Forst System (Büffelhaltung im Wald) mit höheren Erträgen im Vergleich zur Situation ohne Projekt.

Weitere Projekte

Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung in Nord-Gondar / Äthiopien (Ausfinanziert)

BOKU Klimaschutzprojekte

Nachhaltiges Management von Weide und Wald

Um den Problemen der Entwaldung in Äthiopien zu begegnen, wurde im Rahmen des BOKU Klimaschutzprojektes in Nord-Gondar ein partizipativer Prozess mit den lokalen Stakeholdern gestartet. Es wurden sogenannten „Auszäunungsgebiete“ festgelegt, die durch Umzäunung vor Beweidung geschützt werden. Das ermöglicht eine kontrollierte Aufforstung und eine natürliche Regeneration der Flächen. Dadurch wird CO2 in Form von Biomasse und im Boden gebunden. Die Flächen werden von der lokalen Bevölkerung gemeinschaftlich verwaltet.  Das Ziel ist, das in einem Zeitraum von 30 Jahren ein 30 ha großer Wald entsteht, der mindestens 5.300 Tonnen CO2 einspeichert.

Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung in Nord-Gondar / Äthiopien (Ausfinanziert)

EMISSIONSREDUKTION5.300 t CO2 in 30 Jahren

PROJEKTDAUERStart 2012, Begleitung über 30 Jahre

PROJEKTKOSTEN131.600 €

KOSTEN PRO TONNE CO225,0 €

SITUATION OHNE PROJEKTEntwaldete Region und Überweidung

ZIELÜberführung von 30 ha Brachflächen in ungleichaltrigen, stabilen Niederwald

Aufforstung und Agroforstwirtschaft in San Miguel / Costa Rica (Ausfinanziert)

BOKU Klimaschutzprojekte

Lokales Engagement mit globaler Wirkung

Tropische Regenwälder sind die artenreichsten Ökosysteme der Erde und zugleich unabkömmlich für die Stabilisierung des globalen Klimas. Im Jänner 2016 wurde begonnen, eine Fläche von 14.6 ha wieder zu bewalden und in einen Sekundärregenwald überzuführen. Damit sollen ca. 4.400 Tonnen CO2 durch oberirdische und unterirdische CO2-Speicherung aus der Atmosphäre gebunden werden. Geschulte lokale Mitarbeiter*innen sorgen für die lokale Verankerung des Projektes. Die Wiederbewaldung wird vom Institut für Botanik der Universität für Bodenkultur in Abstimmung mit dem Verein Regenwald der Österreicher und der Tropenstation La Gamba organisiert und koordiniert.

Aufforstung und Agroforstwirtschaft in San Miguel / Costa Rica (Ausfinanziert)

EMISSIONSREDUKTION4.400 t CO2 in 30 Jahren

PROJEKTDAUERStart 2016, Begleitung über 30 Jahre

PROJEKTKOSTEN136.000 €

KOSTEN PRO TONNE CO231,0 €

SITUATION OHNE PROJEKTEntwaldete Region und fehlende Ressourcen für Aufforstung

ZIELÜberführung von ca. 15 ha Brachflächen in einen Sekundärregenwald

Sicheres Trinkwasser und saubere Luft für Soroti / Uganda

BOKU Klimaschutzprojekte

Aufgreifen von vielfältigen Herausforderungen

Der WHO zufolge verfügen etwa 70 Prozent der ländlichen Bevölkerung Ugandas über keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasser wird durch Kochen über offenem Holzfeuer desinfiziert, was aber auch gesundheitliche Probleme zur Folge hat. Eine Vielzahl von Menschen leidet bereits an schwerwiegenden Lungenkrankheiten, hervorgerufen durch die Luftschadstoffe bei ineffizienter Holzverbrennung. Des Weiteren weist Uganda eine der weltweit höchsten Abholzungsraten auf. Eine intakte Umwelt, saubere Luft und sicheres Trinkwasser sind jedoch die Voraussetzung für gutes Leben und unabdingbar für Bildung, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie für die Bekämpfung von Armut.

Innovative Ansätze durch breites Kooperationsnetzwerk

Durch den Einsatz von solarer Wasserdesinfektion (SODIS-Methode) wird die Menge an benötigtem Feuerholz drastisch reduziert. Dadurch sollen in den nächsten fünf Jahren 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Darüber hinaus wird mit diesem Projekt auch der gesundheitsschädlichen Rauchentwicklung in den Haushalten entgegengewirkt. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem BOKU-Institut für Siedlungswasser, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz, der Water School Uganda und der Makarere-Universität in Kampala wird im Projekt ein ganzheitlicher Ansatz gewährleistet.

Wasserdesinfektion durch UV-Strahlung

2000 Haushalte in Soroti werden im Rahmen des BOKU-Klimaschutzprojektes mit der Verwendung von solarer Wasserdesinfektion (SODIS-Methode) vertraut gemacht. Das österreichische Start-Up HELIOZ stellt für jeden Haushalt ein in Afrika und Asien erprobtes Gerät zur Messung der UV-Strahlung (WADI) zur Verfügung. Damit kann die Desinfektion des Trinkwassers einfach überprüft und gewährleistet werden. Neben der CO2-Bindung bringt auch dieses BOKU-Klimaschutzprojekt damit einen zusätzlichen sozialen und ökologischen Mehrwert.

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Sicheres Trinkwasser und saubere Luft für Soroti / Uganda

EMISSIONSREDUKTION20.000 t CO2 in 5 Jahren

PROJEKTDAUERStart 2019, Begleitung über 5 Jahre

PROJEKTKOSTEN329.500 €

KOSTEN PRO TONNE CO220,0 €

SITUATION OHNE PROJEKTAbholzung der Waldflächen, CO2-Emissionen durch Verwendung von Feuerholz zur Trinkwasseraufbereitung, Gesundheitsgefährdung durch Rauchgasentwicklung bei der Holzverbrennung

ZIELNutzung der solaren Wasserdesinfektion (SODIS-Methode mit WADI) in 2000 Haushalten und Verbesserung der hygienischen Situation

Dezentrale Kompostierung in Addis Abeba / Äthiopien

BOKU Klimaschutzprojekte

CO2-Einsparung durch Kompostierung von organischem Abfall

Unbehandelte Abfälle durch mangelndes Mülltrennen, geringe Recyclingbemühungen und unzureichende Deponierung stellen eine große Belastung der Umwelt und der lokalen Bevölkerung dar. Ziel dieses BOKU-Klimaschutzprojektes in Addis Abeba ist es deshalb, pro Jahr rund 8.000 Tonnen organischen Abfall in nährstoffreichen Kompost zu verwandeln und damit jährlich etwa 200 Tonnen CO2 einzusparen.

Einbindung lokaler Partner als wichtiger Erfolgsfaktor

Haushalte, Abfallsammler*innen und andere lokale Stakeholder werden geschult, wie sie den Abfall in organisches und anderes Material trennen und richtig sammeln können. In einer im Rahmen des Projektes in Betrieb genommenen Kompostierungsanlage wird der gesammelte organische Abfall verarbeitet. Ausgebildete lokale Arbeitskräfte lernen, wie sie den Kompostierungsprozess steuern und überwachen können, um eine gute Qualität des Komposts zu gewährleisten. Der gewonnene Kompost wird in Folge als hochwertiges und regionales Düngemittel verkauft und bietet den beteiligten lokalen Akteur*innen ein zusätzliches Einkommen und sichere Arbeitsbedingungen.

Einsatz für Chancengleichheit

Durch die starke Einbindung von alleinstehenden Frauen trägt das Projekt auch zum sozialen Empowerment vor Ort bei. Dieses Pilotprojekt soll ein Startschuss für weitere dezentrale Kompostierungsprojekte in Äthiopien sein. Nicht zuletzt durch den Schaugarten soll ein Netzwerk für Wissens- und Erfahrungsaustausch geschaffen werden, um dezentrales und CO2-armes Abfallmanagement in Äthiopien zu etablieren. So kann neben der Bindung von CO2 und der Verbesserung der Bodenqualität auch auf die generelle Ernährungssituation eingewirkt werden.

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Dezentrale Kompostierung in Addis Abeba / Äthiopien

EMISSIONSREDUKTION200 t CO2-eq pro Jahr

PROJEKTSTARTAnfang 2016

PROJEKTKOSTEN35.000 € pro Jahr

KOSTEN PRO TONNE CO265 € - möglich durch Co-Finanzierung der BOKU

SITUATION OHNE PROJEKTOrganischer Abfall wird nicht verarbeitet und erzeugt Treibhausgas-Emissionen

ZIELSammlung und Kompostierung von jährlich rund 8.000 t organischem Abfall

Aufforstung und Regeneration lokaler Wälder in Nord-Gondar / Äthiopien

BOKU Klimaschutzprojekte

60 Hektar Brachland wachsen zu einem Niederwald heran

Als Nachfolger des bereits erfolgreich abgeschlossenen Klimaschutzprojektes „Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung in Nord-Gondar / Äthiopien“ wurde eine weitere Fläche zur Aufforstung freigegeben. Durch nachhaltiges Management des Weidelandes und sogenannte Auszäunungsgebiete werden 60 Hektar gezielt vor Beweidung geschützt und können so zu einem Niederwald heranwachsen.

Lokale Bevölkerung und Wirtschaft sowie Biodiversität profitieren

Wie die zahlreichen Veröffentlichungen zum Vorgängerprojekt zeigen, werden neben der CO2-Reduktion von mindestens 11.000 Tonnen noch weitere Ziele verfolgt: (1) die Stärkung lokaler Ökonomien durch die Verfügbarkeit von Holz, Viehfutter und zusätzlichem Einkommen aus „Non Timber Forest Products“, wie Honig, Samen, Harzen etc. (2) die natürliche Verjüngung regional angepasster Bäume und (3) die Steigerung der Biodiversität sowie des Wasser- und Bodenschutzes.

Selbstbestimmung der Dorfgemeinschaft und Baumschulprogramm garantieren langfristigen Erfolg

Die Dorfgemeinschaften verwalten das kollektive Waldgebiet nicht nur zusammen, sondern legen über einen partizipativen Prozess gemeinsame Regeln für die Betreuung der neuen Flächen fest. Des Weiteren soll ein Baumschulprogramm für Setzlinge einheimischer Arten etabliert werden. Das lokale generierte Wissen soll in einer nächsten Stufe in ein „Farmer to Farmer Training“ übergehen und dazu beitragen, weitere Standorte für Auszäunungsgebiete in der Region zu entwickeln. Das lokale generierte Wissen soll in einem nächsten Schritt in einem „Farmer-to-Farmer-Training“ weitergegeben und für die Aufforstung weiterer Gebiete in der Region genutzt werden.

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Aufforstung und Regeneration lokaler Wälder in Nord-Gondar / Äthiopien (ausfinanziert)

EMISSIONSREDUKTION11.200 t CO2-eq in 30 Jahren

PROJEKTDAUERStart 2018, Begleitung über 30 Jahre

PROJEKTKOSTEN218.000 €

KOSTEN PRO TONNE CO219,5 €

SITUATION OHNE PROJEKTEntwaldung und Überweidung

ZIELÜberführung von 60 ha Brachflächen in ungleichaltrigen, stabilen Niederwald und partizipatives Management der Weide- und Waldflächen